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Weinbaugebiet Mittelrhein: Pure Romantik

Heinrich Heine machte mit dem Lied „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ die Lore-Ley weltbekannt. Inzwischen ist das verhältnismäßig kleine Weinbaugebiet Mittelrhein als Weltkulturerbe durch die UNESCO anerkannt worden. Berühmt ist die Region für die einzigartige und einmalige Kombination aus mitteralterlicher Burgenromantik und Weinanbau mit modernsten Techniken. Inmitten der Region liegt Koblenz, als eine der größten Städte, die voll im Zeichen des Weinbaus steht. Die markante Flusslandschaft und die gemütlichen Gaststätten (mit sehr gutem Wein 😉 ) bieten sich gerade zu an für eine Reise dem Wein entgegen. Der Mittelrhein lockt mit malerischer Kulisse, vielen Burgen, ausgezeichneten Rebflächen.

 

Vorstellungsvideo vom Deutschen Weininsitut

Werner Eckert, TV- und Radioexperte für Wein, stellt in seinem Format Werner erklärt Wein die Region Mittelrhein vor. Er liefert interessante Einblicke in die geographische Lage, die Eigenarten der steilen Hänge am Rhein, in das Geschäft mit dem Wein und den Leuten, die dahinter stehen.

 

 

Weinregion Mittelrhein – Das Ziel für eine Weinreise

Insbesondere die mittelalterlichen Städtchen mit ihren herrlichen Fachwerkhäusern verzieren die Gegend. Viele davon stehen sogar direkt am Ufer des Rheins. Aber auch in den Städten gehört der Wein definitiv zum Stadtbild. Es gibt kaum eine Straße ohne Weinstube, Gutsschänke oder traditioneller Gaststätte. Für echten Flair sorgen auch die sehr gut erhaltenen Ortschaften St. Goar und etwa St. Goarshausen diese sind beide fast vollständig von sehr gut erhaltenen Stadtmauern umschlossen und sind daher sehr beliebte Ausflugsziele in der Region. Wer sich beim Weinkauf noch nicht so recht entscheiden kann, der sollte sich auch Bacharach dick auf der Karte markieren. Im alten Weinhandelszentrum werden heute auch noch regionale Weine zu Genüge ausgeschenkt und verkauft.

 

Rebsorten im Weingebiet Mittelrhein

Aufgrund der schwierige Voraussetzungen für den Rebbau an den Steilhängen entlang des Rheins gab es seit dem 19. Jahrhundert einen stetigen Rückgang der Rebfläche. Heute werden lediglich nur noch 530 Hektar kultiviert. Rund 3/4 der Fläche sind der Produktion von Riesling vorbehalten. Diese gedeihen nämlich besonders vorzüglich durch die tonhaltigen Böden. Kenner und Liebhaber schätzen die Kreationen vom Mittelrhein sehr. Neben den charakteristischen, herzhaften und fruchtigen Weinen spielt die Begrenztheit der Weine sicherlich eine wichtige Rolle. Die kleinen Erntemengen machen jede Flache aus dem Mittelrhein zu einer kleinen Rarität.

Der Tourist ist König

Durchreisenden Touristen schätzen die Winzer und deren feine Weine sehr. Das zeigt auch, dass diese in Scharen kommen. Für die Touristen werden zahllose Feste über das das ganze Jahr  hinweg ausgerichtet. Sicherlich einer der Höhepunkte ist das Weinforum Mittelrhein am ersten Wochenende im September auf der Burg Rheinfels/St. Goar am Loreley.

Schöne Bilder im Video vom DWI

Lust auf mehr macht das Video vom Deutschen Weininstitut definitiv. Im englischsprachigen Videobeitrag wird die turbulente Historie der Weinregion genau unter die Lupe genommen. Sehr schön kommt die Bebauung des Rheinufers zum Vorschein. Zwar ist die Arbeit in den Steillagen arbeitsintensiv, aber dem wird ähnlich wie im Weinbaugebiet Baden mit modernstem Gerät entgegengewirkt. Schlussendlich schaden tut’s den Weinliebhabern und Besuchern auch nicht, denn so ist jede Flasche ist dafür eine Rarität.

 

deutschlands wein region - grafik wein anbau region mittelrhein

Lage: Entlang beiden Seiten des Rheins, Auf der Höhe der Nahe über Koblenz bzw. Siebengebirge. Liegt nördlich vom Weingebiet Nahe und nord-westlich des Weinanbaugebiets Rheingau.

Klima: milde Temperaturen, schützendes Tal

Böden: Schieferböden, teilweise Lößablagerungen, vulkanische Böden

Anbaufläche: ~ 550 Hektar

Rebsorten: Riesling, Müller-Thurgau, Kerner und Spätburgunder

Verkauf & Vertrieb: Meist wird der Wein aus dem Mittelrhein lokal gehandelt. Um also in dessen Genuss zu kommen,empfiehlt sich eine Reise in die Gegend 😉