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Weinanbaugebiet Sachsen – Klein, aber fein

Der Weinbau in Sachsen wäre ohne die Elbe niemals möglich gewesen. Die Elbe ermöglicht den Rebenbau bereits seit über 850 Jahren. Gerade an den geschützten Talhängen Wachsen die Reben hervorragend. Die erste urkundliche Erwähnung war 1161, wenn auch viel darauf hin deutet, dass in Wahrheit schon viel länger hier Winzer am Werk waren.

Während im Rheingau oder in Rheinhessen bereits vor Bonn enden, beginnen die Reben in Sachen erst nördlich des 51. Breitengrads, In diesen Breitengraden ist der Weinanbau üblicherweise nicht mehr möglich. Aber die Natur hat es anscheinend gut mit den Sachsen gemeint. Schließlich kann dank des Mikroklimas am Elbtal im nord-östlichsten Anbaugebiet Deutschlands noch ganz hervorragend Wein angebaut werden.

Verhältnismäßig hoch ist der durchschnittliche jährliche Sonnenschein, der für das Wachsen und Reifen der Trauben optimale Bedingungen schafft. Auch an Niederschlag mangelt es in der Region nicht. Im Elbtalscheint es rund 1.570 Stunden im Jahr. Damit ist die Region in Sachen Sonnenscheindauer gleich auf, beziehungsweise zum Teil sogar noch höher als das Weinbaugebiet Baden oder einige der übrigen deutschen Anbaugebiete.

 

Wein aus Sachsen – Der Sächsische Wein

Im 51. Breitengrad und trotzdem gedeihen hier die Reben prächtigst. Dank Mikroklima und milden Temperaturen entlang der Elbe ist der Weinbau bereits seit über 850 hier fest verankert. Als Zentrum der Winzer des Freistaates kann sich Meißen zählen. Von Pirna bis Diesbar-Seusslitz erstreck sich die Sächsische Weinstraße. Entlang dieses Bandes befinden sich zahlreiche Weingüter.

Besonders der Adel pflegte den Winzerkult, sodass noch heute in der Nähe der Reben auch prächtige Schlösser, Herrenhäuser und Burgen zu besichtigen sind. Einige schöne Impressionen hier im Video:

 

 

Sachsenwein – Der besondere Charakter

Charakteristisch für das Weinbaugebiet Sachsen ist der Rebenbau in den Steillagen. An diesen Stellen gedeihen Weiß- wie Grauburgunder und auch Traminer prächtigst. Im gleichen Zug machen die Steillagen es den Winzern auch nicht gerade leicht. Um die großen Gefälle zu bändigen richteten die Sachsen zahllose Terrassen ein.

Im Blick auf die Größe des Weinanbaugebiets Sachen, würde man nicht gerade auf ein vielfältiges Angebot an Weinen schließen. Aber auch in Hinblick auf diesen Aspekt kam die Natur den Sachsen zu Gute. Das Elbtal beherbergt eine Vielzahl geologischer Formationen, was zu sehr variantenreichen Weinen führt. Dieser besondere Charakter des Sachsenweins ist besonders gut in Verbindung mit der einmaligen Landschaft des Elbtals zu genießen. Die Synergie aus Baukunst, herlischen Landschaften, Schlössern, prachtvollen Herrenhäusern, der sich durch die Landschaft bahnenden Elbe, alten Winzerhäusern, Weinbergskirchen und zahlreichen Gaststätten und Weinschänken. Natürlich darf auch der unverwechselbare Wein nicht in der Aufzählung fehlen 😉

 

deutschlands wein region - grafik wein anbau region sachsen

Lage: Elbtal und Nebentäler und damit nord-östlich der anderen Weinanbaugebiete

Klima: recht milde Temperaturen das ganze Jahr über, moderater Niederschlag

Böden: Granit-, Lehm und Lößböden sowie Sandstein

Anbaufläche: ~ 450 Hektar

Rebsorten: Müller-Thurgau, Weißburgunder, Riesling, und Grauburgunder, Traminer

Verkauf & Vertrieb: Typischerweise erfolgt der größte Teil des Absatzes direkt im Weingebiet Sachsen. Beliebt sind die Weine ebenso in lokaler Gastronomie, wie im Fachhandel.